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Mit der Entstehung des neuen bayerischen Staatsgebietes zwischen 1799 und 1815 wurden die Gemeinden neu gebildet: Aus über 40.000 wurden rund 7300. Heute bestehen noch ca. 2000 Gemeinden. Der folgende Text informiert anhand des heutigen Namens über die staatsrechtliche Entwicklung der Gemeinde Pfarrweisach.

Die Gemeinde Pfarrweisach,  im Regierungsbezirk Unterfranken, gehörte zum Großherzogtum Würzburg/Erzherzog Ferdinand von Toskana. Seit den Verträgen von Paris 1814*) gehört der Ort zu Bayern. Als Teil des Hochstiftes Würzburg wurde Pfarrweisach nach der Säkularisation (1803) zugunsten Bayerns im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums überlassen. Hiesige Rechte der Freiherren v. Stein fielen 1814 mit an Bayern.

*) 1814, in den Verträgen von Paris, fallen das Großherzogtum Würzburg sowie das Fürstentum Aschaffenburg an Bayern. Die Gebietsgewinne waren bereits im Vertrag von Ried (8. Oktober 1813) zwischen Österreich und Bayern vereinbart worden. Bayern trat im Gegenzug u.a. Tirol, Salzburg und Vorarlberg ab. Die hier getroffenen Vereinbarungen wurden auf dem Wiener Kongreß noch einmal bekräftigt.

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Das alte Wisaha (= weißes oder helles Wasser), benannt nach dem Bach Weisach, gegründet vermutlich Mitte oder erste Hälfte des 8. Jahrhunderts, gewann überörtliche Bedeutung durch den Sitz einer dem heiligen Kilian geweihten Missions- oder Urpfarrei, die möglicherweise unter dem Würzburger Bischof Arn (855-892) eingerichtet wurde. Darauf bezieht sich auch das Ortswappen, das den heiligen Kilian zeigt. Erstmals urkundlich erscheint der Ort 1232, als Ebern von der Mutterkirche abgetrennt und der Riesensprengel zwischen Ermershausen und Rentweinsdorf, Burgpreppach und Kaltenbrunn etwa halbiert wurde. 1422 verlegte man dann den Sitz des Pfarrrektors in die Stadt Ebern, während Pfarrweisach nur einen Stellvertreter (Vizepleban) behielt. Durch die Jahrhunderte bis zum Ende des Alten Reiches blieb Pfarrweisach ein hochstiftisch- Würzburgisches Dorf, dem Amt Ebern zugehörig, in dem aber auch die Stein von Altenstein Untertanen hatten. So die Obere Wirtschaft (Lohrerstr. 2) und die Dorfschmiede (Hauptstr. 22).

Im Bauernkrieg werden vermutlich die Pfarrweisacher nicht untätig abseits gestanden haben, zumal wir von der Existenz eines "Weisachhaufens" wissen. Der Dreißigjährige Krieg, vor allem die Schwedenzeit, nahm das Dorf - wie die ganze Gemeinde - furchtbar mit; so waren 1642 bei 19 von 32 Würzburgischen Anwesen die Bauern tot oder geflohen, weitere Höfe nur von Frauen oder Kindern bewohnt.

Der Ort kam 1803 - und nach dem Zwischenspiel des Großherzogtums Würzburg seit 1806 - 1814, erneut und endgültig zu Bayern und dem bayerischen Landgericht Ebern.

Das Jahr 1896 brachte die Fertigstellung der Eisenbahn von Ebern bis Maroldsweisach. Nach dem traurigen Aderlass der beiden Weltkriege modernisierte sich das Dorf seit den 50er Jahren durch Straßenbau, Wasserleitung, Kanalisation, Flurbereinigung, Entstehung der Siedlungen und anderes mehr. 1978 entstand durch die Gebietsreform die heutige Gemeinde Pfarrweisach mit den Ortsteilen Pfarrweisach, Dürrnhof, Herbelsdorf, Junkersdorf a. d. Weisach, Kraisdorf, Lichtenstein, Lohr a. B., Rabelsdorf und Römmelsdorf.

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